Der Pädagoge als Begleiter lebensbegrenzt erkrankter Kinder und Jugendlicher. Aspekte der Betreuung, Förderung und Begleitung von Schüler/innen mit MPS III. Ergebnisse einer Befragung von Müttern.

Liebe Eltern,

einige von Ihnen kennen mich sicher. Meine Name ist Katharina Verst, ich bin 24 Jahre alt und studiere Sonderpädagogik (Körperbehindertenpädagogik) an der Universität Würzburg. Meine Zulassungsarbeit zur ersten Staatsprüfung habe ich über MPS III geschrieben.

Wieso gerade MPS?
Mein erstes Schulpraktikum absolvierte ich in einem Heim für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in meinem Heimatort. Dort machte ich die Bekanntschaft mit einem elfjährigen, von MPS III betroffenen Mädchen, das ich sofort in mein Herz schloss. Als ich von ihrer Erkrankung erfuhr, machte mich das sehr betroffen. Ich besuchte das Mädchen auch nach dem Praktikum, wir gingen spazieren, schauten Bücher an; kurz: wir verbrachten Zeit miteinander.

Seit diesem Praktikum sind neun Jahre vergangen und ich bin schon einige Zeit in dem Heim mit geringfügiger Beschäftigung angestellt. Aus dem Mädchen ist eine junge Frau geworden und wir haben eine besondere Beziehung zueinander.
Innerlich befinde ich mich nach wie vor in der Auseinandersetzung mit der Erkrankung und allem, was sie mit sich bringt.

Auch in Praktika an verschiedenen Förderschulen lernte ich Kinder und Jugendliche mit MPS III kennen und musste mit negativ besetzter Verwunderung feststellen, dass Lehrer und Mitarbeiter kaum etwas über die Erkrankung wussten.
Als es darum ging, ein Thema für die Zulassungsarbeit zu finden, musste ich nicht lange überlegen: Der Morbus Sanfilippo sollte es sein, mit dem ich mich ein Jahr lang intensiv auseinandersetzen wollte. Beim Recherchieren im Internet fiel mir auf, dass es kaum pädagogische Literatur zu diesem Thema gibt. Vielleicht also kein Wunder, dass MPS an vielen Schulen nahezu unbekannt ist?!

Auf der Grundlage dieser beiden Gegebenheiten entstand allmählich die Themenstellung meiner Arbeit, die wie folgt lautet: „Der Pädagoge als Begleiter lebensverkürzend erkrankter Kinder und Jugendlicher: Aspekte der Betreuung, Förderung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern mit MPS III. Ergebnisse einer Befragung von Müttern.“
Ich hatte mir also zum Ziel gesetzt, Aspekte einer pädagogischen Begleitung von MPS-III-Kindern und ihren Eltern in der Schule zu ermitteln. Dies sollte anhand einer Elternbefragung geschehen, denn wer weiß besser um die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Eigenheiten eines Kindes als die Eltern?

Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil, dem theoretischen Abschnitt, werden zunächst zentrale Aspekte der Mukopolysaccharidosen dargestellt, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Morbus Sanfilippo gelegt wird.
In einem weiteren Kapitel werden Schwierigkeiten und Chancen aufgezeigt, die das Leben mit einem behinderten bzw. lebensverkürzend erkrankten Kind für die Eltern birgt.
Anschließend geht es um den Umgang mit fortschreitend erkrankten Kindern und Jugendlichen in der Schule: u.a. werden Einstellungen des Lehrers, Beziehungsgestaltung zwischen Lehrer und Schüler und kindliche Ausdrucksmöglichkeiten erörtert.
In den beiden letztgenannten Kapiteln wird der Versuch unternommen, die in der Fachliteratur vorgefundenen Informationen auf die Situation mit einem von MPS III betroffenen Kindes oder Jugendlichen zu beziehen.
Dieser erste Teil lieferte die Basis für den zweiten, den praktischen Teil - Kernpunkt meiner Arbeit. Aus den Informationen der von mir durchgeführten Interviews erarbeitete ich eine kleine Zusammenschau von zentralen Aspekten der Betreuung, Förderung und pädagogischen Begleitung von MPS-III-Kindern sowie deren Eltern.
Mein Wunsch wäre, dass die Arbeit für Lehrer, die sich mit diesen besonderen Kindern und ihren Eltern auf den Weg begeben, eine erste Orientierungshilfe sein könnte.

Wenn Sie an meiner Arbeit interessiert sind, so können Sie sie hier als PDF-Datei herunterladen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei all den Menschen bedanken, die mich beim Verfassen dieser Arbeit unterstützt haben!

Herzliche Grüße,
Katharina Verst

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