In ihrer schwächsten Ausprägung hat die Krankheit kaum eine Veränderung im Aussehen zur Folge. In schweren Fällen zeigen Kinder mit M. Maroteaux- Lamy ein ganz typisches Aussehen. Sie haben einen recht großen Kopf. Oft kann man einen Wulst tasten, der sich quer über die Stirn zieht. Er entsteht dadurch, dass sich die Scheitelnähte früher verschließen als bei anderen Kindern. Die Nase ist breit und die Nasenlöcher zeigen nach oben. Die Augenhöhlen sind abgeflacht und man hat den Eindruck, die Augen der Kinder würden etwas nach vorne stehen.
Die Haare sind struppig und recht dick, auch die Augenbrauen sind buschig und oft zusammengewachsen. Manchmal haben Kinder mit M. Maroteaux- Lamy eine vermehrte Körperbehaarung. Auch bei Mädchen findet man eine deutliche Behaarung von Armen, Beinen und Rücken.
Die Lippen sind wulstig; die Zunge ist vergrößert und kann heraushängen. Der Hals ist kurz. Auffällig ist auch der vorgewölbte ausladende Bauch. Ganz typisch ist der Gang der Kinder, der durch eine charakteristische Fehlbildung des Skelettsystems bedingt ist.
Babys mit M. Maroteaux-Lamy kommen meist mit normalem Gewicht und normaler
Körpergröße auf die Welt und wachsen auch in den ersten
Lebensmonaten ganz normal. Erwachsene Patienten mit dieser Krankheit erreichen
selten eine normale Größe. Meist messen sie zwischen 100 und
150 cm.