Das Wort Mukopolysaccharidose bedeutet, dass bei dieser Krankheit so genannte Mukopolysaccharide im Körper gespeichert werden.
Mukopolysaccharide bestehen aus langen Ketten von Zuckermolekülen und bilden das Bindegewebe unseres Körpers. Zu diesen Mukopolysacchariden gehört auch das Keratansulfat.
Jedes Material unseres Körpers wird ständig abgebaut und wieder erneuert. Auch die Mukopolysaccharide werden verbraucht, dann in der Körperzelle zerlegt und aus dem Körper entfernt. Um diese Mukopolysaccharide zu spalten und entfernen zu können, braucht der Mensch Enzyme. Bei MPS Typ IV fehlt ein bestimmtes Enzym, nämlich genau das, welches verantwortlich ist für den Abbau des Mukopolysaccharids Keratansulfat: Es ist das Enzym N-Azetylgalaktosamin-6-Sulfat-Sulfatase.
Die verbrauchten Mukopolysaccharide lagern sich immer mehr in den Körperzellen
ab und werden gespeichert. Die Arbeit der Zellen wird dadurch beeinträchtigt.
Als Folge verlieren immer mehr Zellen ihre Funktion. So erklärt sich
auch, dass Babys und kleine Kinder nur wenige Zeichen der Erkrankung zeigen.
Mit der Zeit allerdings nimmt das Speichermaterial immer mehr zu und es
kommt zu immer mehr Symptomen der Krankheit.