Die Mukopolysaccharidose Typ I, also der Iduronidase-Defekt, kann verschiedene Ausprägungsgrade zeigen:
An einem Ende des Spektrums steht M. Hurler (MPS I H). Er wird
als schwerste Verlaufsform des Iduronidase-Mangels bezeichnet. Ein Kind
mit der Hurler-Krankheit zeigt ein ganz typisches Aussehen. Es weist recht
viele der Krankheitssymptome auf, die auf den nächsten Seiten kurz
beschrieben werden.
Am anderen Ende steht M. Scheie
(MPS I S), der als milde Form von MPS I gilt. Bei Patienten mit M. Scheie
sind vor allem das Skelettsystem,
die Augen und das Herz von der Krankheit betroffen.
Es gibt natürlich auch alle
Arten von Zwischenstufen. Kinder mit einem Iduronidase-Defekt, die sich
zwischen dem typischen Bild eines M.
Hurler und M. Scheie bewegen, werden als Hurler/Scheie-Phänotyp (MPS
I H/S) zusammengefasst. Früher wurden diese Kinder als Hurler/Scheie-Compound
bezeichnet.
Alle an MPS Typ I Erkrankten haben
den selben Enzymdefekt, und es ist nicht möglich, aus biochemischen
Untersuchungen abzuleiten, wie schwer die Erkrankung beim einzelnen verlaufen
wird. Wir listen in dieser Broschüre
alle Symptome auf, die Kinder mit MPS Typ I haben können. Das bedeutet
aber nicht, dass Ihr Kind auch all diese Anzeichen zeigen muss.