ML II: Die Lebenserwartung bei ML II hängt überwiegend
von der Herz- und Lungenbeteiligung der Kinder ab. Durch Ablagerungen im
Herzgewebe können Herzklappen verdickt sein, wodurch die Pumpleistung
des Herzens im Laufe der Zeit abnimmt. Die Lunge kann durch häufige
Infekte in Mitleidenschaft gezogen werden.
Schwer erkrankte Kinder mit ML II erreichen selten die Pubertät, die
meisten sterben früher.
Eltern machen sich oft Gedanken über den Tod ihres Kindes, wie das geschehen wird und ob das Kind leiden wird. Viele ML II-Kinder sterben einen friedlichen Tod im Rahmen eines Infektes oder durch Herzversagen. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich auf diese Zeit vorbereiten. Die MPS-Gesellschaft kann Sie mit Eltern in zusammenbringen, die diese Erfahrung schon gemacht haben, und Sie können sich mit ihnen austauschen, wenn Sie möchten.
ML III: Über die Lebenserwartung bei ML III weiß man bislang wenig. Die älteste in der Literatur beschriebene Patientin mit einer ML III ist eine 86-jährige Frau.
Autoren:
Melanie Merkel (München)
Dr. Nicole Muschol (UKE Hamburg)
Prof. Dr. Thomas Braulke (UKE Hamburg)
Dr. Elke Miebach
(Uniklinik Mainz)
Sabrina Asbrock, Bettina Wildi
(Gesellschaft für MPS e.V.)
Wiss. Berater: Prof. Dr. Michael Beck
erstellt: 12/2008
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