Glykopeptide kommen zum Beispiel als Bestandteil der Substanzen vor, die
die Blutgruppe bestimmenn. Außerdem sind sie Teile bestimmter von
den Lymphozyten, das sind bestimmte Abwehrzellen des Körpers, gebildeten
Antikörper.
Wie fast alle Substanzen im menschlichen Körper werden diese Glykopeptide
nach einem bestimmten Programm ständig abgbaut und neu gebildet.
Durch den Enzymmangel können die Oligosaccharid-Anteile jedoch nicht abgebaut werden und häufen sich in den Zellen an.
Man kann die α-Mannosidose von der β-Mannosidose unterscheiden. Sie werden durch zwei verschiedene Gendefekte verursacht, führen zu unterschiedlicher klinischer Ausprägung und nehmen einen unterschiedlichen Verlauf. Die ß-Mannosidose ist extrem selten, es sind bisher nur einige wenige Fallbeschreibungen veröffentlicht. Aus diesem Grund beschäftigen sich die Seiten zur Mannosidose auch ausschließlich mit der α-Mannosidose.
Die Diagnosestellung ist bei beiden Erkrankungen wie auch bei den meisten anderen lysosomalen Speichererkrankungen jedoch ähnlich. Die in den Zellen gespeicherten Oligosaccharide werden vermehrt im Urin ausgeschieden und können dort mit bestimmten Tests nachgewiesen werden. Auch kann man die Enzymaktivität direkt in den weißen Blutkörperchen, den sogenannten Leukozyten, und in kultivierten Hautzellen oder anderen Körperzellen messen.